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Die Schützengilde dürfte der älteste Verein in unserer Gemeinde sein.
In einer Schrift aus dem Jahre 1838 ist zu lesen, dass ein Schießstand gebaut werden soll, um nicht wie bisher unter freiem Himmel schießen zu müssen. Der Schießstand der auf der Scheibe
(südöstlich der Parzelle Feld) gestanden sein dürfte, wurde dann in den folgenden Jahren gebaut.
Wie aus einer Einladung ersichtlich ist, wurde im September 1851 von Herrn Wilhelm Geser
ein 3 tägiges Freischießen gegeben. Der Schießstand wurde dann später in das Gebiet des heutigen Stauweihers verlegt.
Aus den zahlreichen noch vorhandenen Einladungen darf entnommen werden, dass die Andelsbucher Schützen auch oft an auswärtigen Schießständen anzutreffen waren.
Zu dieser Zeit hatte der Verein ca. 50 Mitglieder.

Im Jahre 1865 erhielt der Verein seine erste Fahne. Die jetzige Fahne wurde 1886 geweiht, wobei eine gewisse Gräfin von Thurn und Taxis Fahnenpatin war. 1887 wurde von Herrn Gemeindearzt            
Dr. König zu einem Zimmergewehrschießen im Hotel König (spätere Kunertfabrik) eingeladen.
Der heutige Schießstand mit der 140 Meter-Distanz wurde in den Jahren 1893/94 um
1375,-- Gulden erbaut und am 29.Juli 1894 mit einem Festschießen eröffnet.
Da bis zum ersten Weltkrieg das Schießwesen stark gefördert wurde und Waffenübungen durch Schießübungen ersetzt werden konnten, war die Vereinstätigkeit sehr rege. Nach Kriegsende ruhte die Vereinstätigkeit für einige Jahre.

Bei der Wiedergründung der Schützengilde im Jahre 1924, war der Schießstand in einem schlechten Zustand. Beherzte Männer wagten es aber trotzdem, die Anlage unter großen persönlichen Opfern und mit viel Eigenleistung wieder betriebsbereit zu machen. Einige besonders aktive Schützen, die sich öfters an Gruppenwettkämpfen beteiligten, brachten in den folgenden Jahren verschiedene Pokale und Urkunden nach Hause. Die am eigenen Schießstand veranstalteten Schießen, wiesen einen Besuch aus dem ganzen Lande auf und waren gesellige Treffen der Schützen.
Die 50 Meter-Distanz für das Kleinkaliberschießen wurde 1939 zusammen mit der Führerschule,
die in der ehemaligen Molkereischule (spätere Kunertfabrik) untergebracht war, um 2090,--
Reichsmark gebaut. Bedingt durch den zweiten Weltkrieg und die anschließende Besatzungszeit,
gab es für den Verein wiederum eine längere Funktionspause. Nach dem Krieg wurde die Anlage durch die französische Besatzungsmacht benutzt und beschädigt. Alles was dann nicht Niet und nagelfest war wurde ausgeräumt.

Im Jahre 1950 wurde der Vorarlberger Schützenbund wieder gegründet, wobei ein Sohn unserer Gemeinde, Herrn Dr. Josef Feuerstein (Sunnoweots Josef) zum Landesoberschützenmeister gewählt wurde. Nun war auch für die Schützengilde Andelsbuch  der Weg zur Wiedergründung offen. Die Gilde wurde wiedergegründet und eine Bestandsaufnahme gemacht. Es waren zum großen Teil die gleichen Männer wie 1924, verstärkt durch eine Schar jüngerer Männer, die sich im neuen Verein fanden. Die Wiederinstandsetzung der Anlage wurde beschlossen und mit der Arbeit sofort begonnen. Für diesen Aufbau waren wiederum große finanzielle Mittel und viel freiwilliger, unentgeltlicher Arbeitseinsatz notwendig. Bereits im Jahre 1952 wurde auf dem Andelsbucher Schießstand wieder geschossen und ein Jahr später konnte unsere Gilde zu einer der ersten Schießveranstaltungen im Land einladen. Dieses Schießen galt zur Ehrung verdienter Mitglieder die eine 60, 40 oder 25 jährige Mitgliedschaft aufzuweisen hatten.
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In den folgenden Jahren wurde die 140 Meter-Distanz mauermäßig instandgesetzt und überdacht.
In den Jahren 1964 u. 1965 wurde der Schießstand auf 10 Stände erweitert, ein Kassen und Auswertungsraum dazugebaut, die WC Anlagen erneuert und die Wände im unteren Stock erkleidet da diese bis dorthin nur eine Außenverschalung hatten.
Die bereits 80 Jahre alte Vereinsfahne wurde 1966 durch Frl. Isabella Berchtold erneuert bzw. umgearbeitet und wieder auf neuen Glanz gebracht.
Da der Aufenthaltsraum im Obergeschoss ein ungastlicher Raum, der bis zum Dach offen war, beschloss die Vereinsleitung im Jahre 1978 diesen Raum auszubauen. Nach vielstündiger Arbeitsleistung der Mitglieder wurde der Aufenthaltsraum, nach den Plänen des Ausschussmitgliedes Franz Metzler, aus Anlass des Freundschaftsschießen mit der Schützenbruderschaft Köln-Poll fertiggestellt. Dadurch ist es jetzt möglich, in einem gemütlichen Raum, nach bestrittenen Wettkämpfen, die Erfahrungen auszutauschen und die Kameradschaft zu pflegen.

Durch das Entgegenkommen der Gemeinde, wurde es uns möglich, in den Jahren 1981 - 1982 im Keller des Mehrzweck-Gebäudes, also gerade an jener Stelle wo vor bald 100 Jahren bereits Zimmergewehr geschossen wurde, eine Zimmergewehranlage mit Aufenthaltsraum zu schaffen. Die Anlage war anfänglich mit vier elektrischen und vier handbetriebenen Zugständen ausgestattet, wurde dann aber bald durch vier elektrische Zugstände ergänzt.
Im Jahre 1983 war es der Gilde, durch die Unterstützung des Landes und der Sport-Union möglich, die KK-Anlage auf elektr. Zugscheiben umzubauen. Da die baulichen Arbeiten durch die Mitglieder durchgeführt wurden, war wiederum viel Eigenleistung notwendig.
1993 wurde ein Teil des Zimmergewehrstandes abgetrennt und und daraus ein Kassa und Auswerteraum errichtet.
1996 begann in unserem Verein eine neue Zeitepoche und somit wurden bei uns auch die Errungenschaften der Technik mit der Anschaffung einer elektronischen Ringlesemaschine samt
Computer vollzogen.

Sportlich war in den Jahren seit 1980 auch wieder großer Aufwind zu verspüren. Durch zweimal wöchentliches Training konnten die Leistungen stark angehoben werden und so konnte von verschiedenen Schütz(in)en in verschiedenen Bewerben viele Titel auf Bezirks und Landesebene errungen werden. Erstmals in der Vereinsgeschichte konnten sich Jugendliche aus unserem Verein für die Österr. Staatsmeisterschaften LG qualifizieren und Stockerlplätze erringen,
1998 u.1999 Rüscher Markus Einzel und Mannschaft 2.+3.Rang, Rüscher Katja 2002 + 2004
Einzel 3.+2.Rang 2004 Einberufung ins Juniorinnen National-Team. 2005 Metzler Josef u. Geser Johannes Jugend II Mannsch. 3.Rang.

Im Jahre 2003 musste die Vereinsfahne abermals einer Generalsanierung unterzogen werden, die von der Fa. Mondsee-Fahnen durchgeführt wurde und am 5. Oktober 2003 die kirchliche Weihe erhielt. Fahnenpatin war Rüscher Katja und Fähnrich Waldner Hans. Beim Festakt beteiligten sich
18 Fahnenabordnungen aus dem ganzen Land und vier Ortsvereine. Vom Wetter waren wir leider nicht begünstigt, es regnete beim Marsch zur Kirche in Strömen, doch dies konnte der guten Stimmung beim anschl. Festakt im Rathaussaal nichts antun.

Die Vereinsleitung hat sich die Verwirklichung folgender Punkte als nächstes Ziel gesetzt.
Förderung und Ausbau der Kameradschaft innerhalb des Vereins, sowie gute Kantakte zu den anderen Vereinen.
Den Schießsport mehr Mitbürgern, besonders der Jugend näher zu bringen, dies ist besonders durch das billige Luftgewehrschießen möglich.
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Allen die Zeit und Lust haben soll es möglich sein, sich zu treffsicheren Schützen heranzubilden.
Soweit es die finanziellen Mittel des Vereins zulassen, wird die Verbesserung und Vervollständigung der Anlagen fortgeführt.

Einige Namen sind mit der Geschichte der Schützengilde Andelsbuch unzertrennlich verbunden.
Es sind dies: Kaspar Metzler Feld, Ignaz Bär Wirth, Dr. Titus Berchtold, Anton Rusch Hof, Franz Metzler Fahl, Josef Kohler Hof, Ferdinand Ritter Hof, Kaspar Ritter Itter, Josef Anton Kempf Hub, Altfähnrich Kaspar Alois Wirth Gaß, Josef Ritter Bühel und Dr. Gottfried Feurstein Hof
von 1986 – 2006 Landesoberschützenmeister und von 2001-2005 Bundesoberschützenmeister.    



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