Einzelwertung
Mannschaftswertung
Schützenliste LG
KK Einzelwertung
KK Mannschaften
KK Schützenliste
Archiv
   
Bregenzerwälder Schützenbund
Schützengilde Bezau
Schützengilde Mellau
SSV Schwarzenberg
USG Alberschwende
USG Andelsbuch
USG Bizau
USG Doren
USG Egg
USG Kleinwalsertal
Chronik
Oberschützenmeister
Fahne
Schützenkönige
Vorstand
Training
Internetaddresse
Mitglieder
 
 
Startseite
Daten-Eingabe
 
Chronik


Chronik USG Kleinwalsertal
 
Nach den spärlich vorhandene Aufzeichnungen sei hier ein Blick zurück über das Schützenwesen im Kleinwalsertal festgehalten. Ehe das Schützenhaus - dessen hundertjähriges Bestehen 1987 gefeiert wurde - erbaut wurde, gab es schon längst die Schützengilde, man könnte eher sagen Schützenkompanien, denn seinerzeit wurden die wehrhaften Männer zur Erhaltung ihrer Wehrtüchtigkeit im eventuellen Ernstfalle geradezu verpflichtet.
Ehe es ein Schützenhaus gab, waren Scheibenstände errichtet, 1826 soll auf höheren Befehl ein Schützenstand errichtet worden sein.Ein größeres Schießen war 1814 aus Anlaß der Rückgabe Vorarlbergs an Österreich; 1825 wurden Gewehre vom Ärar bezogen.
1870 wurde aus freiwilligen Spenden eine Schützenfahne mit dem Bildnis der hl. Jungfrau und dem Spruch
      "Für Gott, Kaiser und Vaterland"
angeschafft und eingeweiht.

              - 1887 Bau des neuen Schützenhauses -

Schon am 28. August 1885 kamen zum beabsichtigtem Bau des Schützenhauses im Leidtobel, auf der sogenannten "Rudolfshöhe", auch "Sattel" genannt,zur Standortbestimmung der Bez.-Kommissär Sigmund Ritter von Attlmayr, Lorenz Gassner - Landesstrukturingenieur Bregenz, als Vertreter des Landesoberschützenmeisters, Gemeindevorsteher Gedeon Fritz, Gemeinderat Daniel Schuster, Oberschützenmeister Gottlieb Felder, Unterschützenmeister Longines Matt, Dr. Moritz Egger Schützenrat und Veteranenobmann, sowie die Anrainer Leopold Drechsel, Johann Mathias Schuster und Josef Anton Fontain zusammen.
Die letztgenannten Anrainer geben ihre Zustimmung zum Bau des Schützenhauses und daß über ihr Grundstück geschossen werden darf.Leopold Drechsel, auf dessen Grund das Gebäude zu stehen kommen soll und der Anrainer Johann Mathias Schuster verzichteten im Interresse des Schießwesens auf eine Entschädigung. Josef Anton Fontain forderte für die ersten drei Jahre eine Entschädigung von drei Gulden.
Laut diesem Protokoll stand dem Bau des Schützenhauses nichts mehr im Wege,selbst die Landesvertreter waren über die Beschlüsse geneigt, ihre Zustimmung zu geben und über einen finanziellen Beitrag von Landes- und Staatsseite fürzusprechen.Die Gemeinde Mittelberg stellte 350 fl in Aussicht. Durch Spenden und Fronwerk soll das Schützenhaus gebaut werden.
Am 8. August 1887 wurde das Haus feierlich mit einem dreitägigenSchießen, Festgottesdienst, Festmahl und -zug unter der Schirmherrschaft des Protektors Se k.u.k. Hoh. Erzherzog Kronprinz Rudolf feierlich eröffnet.Er ließ sich durch einen hohen Kommisär vertreten.
Ein weiteres Dokument zeigt, daß Leopold Drechsel, der den Bauplatz für das Schützenhaus unentgeldlich zur Verfügung gestellt hat, die Wirtschaftskantine für die ersten drei Jahre, das ist von 1886, (vermutlich also schon zur Zeit des Baues eröffnet) bis 1889 unentgeldlich ohne Pacht betreiben kann. Der weiteren Bewirtschaftung gegen einen angemessenen Pachtschilling stünde nichts im Wege.
Im Schützenhaus hängen heute noch alte Schützenscheiben aus dieser Zeit.
Eine weitere geschichtliche Feststellung soll hier festgehalten sein. Die aktiven Schützen, meist gediente Kaisersoldaten, taten sich erstmals 1881 zur Gründung eines Militär-Veteranen- und Schützenvereines zusammen. Dieser Verein fand 1882 die Genehmigung und ist der heutige Kameradschaftsbund.
Trotzdem mußte der Geist der Schützen als eigener Verein erhalten geblieben sein, denn Schießbücher und Jahresabrechnungen vom Beginn des 20. Jahrhunderts zeugen vom Bestand der schützengilde. Sicher wahr der Zusammengang mit dem Veteranenverein 1881 als kameradschaftlicher Akt geschehen.
Wie tief der Schießsport verwurzelt ist, bezeugen die vielen Ereignisse, zum Teil noch sichtbar in der Schützenstube des Schützenhauses.
Hatte der Weltkrieg eine erzwungene Ruhe gebracht, wurde danach oft unter schwierigen Finanzverhältnissen das Schießwesen wieder aufgebaut, dies Dank unermüdlicher Idealisten und treuen Schützen.
Die 1936 von Oberschützenmeister Karl Max Kessler gestiftete Schützenkette verzeichnet heute einen historischen Wert, der alljährlich durch den König eine Medaille angefügt wird. Das Königsschießen stellt seit damals den besonderen Höhepunkt des Schießjahres dar.
Durch die Einführung der Damen-Schützenköniginkette im Jahre 1957, erstmals von Anni Herz gewonnen, und Einführung der Jungschützenkönigskette, erstmals von Flori Ritsch gewonnen, wurde das Königsschießen klassisch noch mehr erhöht. So gilt es für die Schützengilde, den Sportgedanken zu pflegen, die Tradition fortzusetzen im Sinne der Gründer und Schützen in den vergangenen Jahrzehnten.      

Copyright PS locks  PS locks  PS locks  PS locks